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Datum: 17.06.2000

ID: 40

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Sportwoche Faak am See

Sylvia Swoboda, Silke Mlejnek (6BD)

An einen sonnigen Sonntagmorgen versammelten wir uns am Bahnhof in Waidhofen, um die lange Fahrt nach Faak/See anzutreten. Durch mehrmaliges Umsteigen wurden wir aber doch aus der Eintönigkeit des Fahrens gerissen. Nach mehr als acht Stunden des im Zug Sitzens erreichten wir endlich unseren Zielort Faak/See. Doch eigentlich waren wir noch nicht ganz angekommen, denn es wartete noch ein Berg, der zur Unterkunft , der Pension Piovesan, in Pogogörich führte, auf uns, den wir mit unseren letzten verbliebenen Kräften auf unseren Drahtesel bezwangen. Nach freundlichem Empfang und einer guten typisch kärntnerischen Mahlzeit (??), Wiener Schnitzel, durften wir uns endlich ausruhen.

Am nächsten Tag begannen wir mit den eigentlichen Sportarten, die teils zu Wasser (Kajak und Segeln), teils am festen Boden (Tennis und Golf) stattfanden. Nur die, die keine Höhen scheuten, wagten sich in den Klettergarten nach Finkenstein. Den Weg zu den Sportstätten bestritten wir mit unseren Drahteseln (bewaffnet mit einem Helm), was sich selbst schon als sportliche Höchstleistung herrausstellte (3km Bergstrecke zum Klettergarten in Finkenstein.)

Die Kletterer wurden erst einmal eingewiesen, wie man sich richtig in die "Zügel" schnallt, denn man wollte sich ja auch nicht verletzen. Dann ging`s zuerst auf die nicht so steilen Wände, die wir durchwegs alle noch bezwangen, erst größere Steilwände machten einigen Probleme, doch niemand stürtzte ab und alle kamen, bis auf ein paar Kratzer, heil davon. Das Highlight beim Klettern stellte mit Sicherheit, neben einem Aufstieg durch den Kamin, das Abseilen (sogar teilweise mit freiem Fall) dar.

Frisch und munter brachen die Kajaker zum Kajakcenter auf. Dort bekamen sie sofort ihre Ausrüstung (Neoprenanzug, in dem man eine besonders gute Figur macht, Schwimmweste und das Antriebsmittel, das Paddel). Nach einer Unterweisung, wie man das Paddel richtig anwendet, ging`s auf in den Faaker See, zumindest für die ersten drei Tage. Nach einer Überquerung des Sees kamen die Kajaker zu einer Anlegestelle, wo es den Sprung aus drei Metern Höhe zu überwinden galt. Eine etwaige anfängliche Angst wandelte sich bald in Spaß am Sprung aus dieser Höhe. Am vierten Tag stand die Fahrt auf der Gail auf dem Programm. Dafür mussten zuerst die richtigen Rettungspraktiken erlernt werden. Es stellte sich heraus, dass der tapfere Retter, der Kajaklehrer Fabian, WUNDERBAR mit dem Wurfsack umgehen konnte. Am fünften Tag wurden die Kajaker von Mag. Fritz Pallnstorfer zum reizenden Fluss Möll gebracht, der mit 8°C genau 2°C kälter war als die Gail. Dort ließen sie sich auf der reißenden Strömung aktiv "treiben".

Das Programm der Golfer erwies sich als außerordentlich abwechslungsreich, denn meist üben die Schläge, mit denen sie nach mehreren Tagen des "Trainings" auch schon beachtliche Weiten (bis zu 200m!) erzielten. Unter allen Teilnehmern hatten die Golfer wohl die angenehmste Sportart ausgewählt. Bei einem Abschlussturnier, bei dem es sowohl um das Abschlagen als auch um das Einlochen im Green ging, gewann Wolfram Hitz vor Eduard Danzinger.

Die Tennisspieler standen unter der Mangel unseres lieben Fritzi, des Tennisprofis. Nach der Woche waren auch wirklich schon alle in der Lage, Tennis zu Spielen, und es bereitete allen sichtliche Freude.

Auch die Segler hatten viel Spaß bei ihrer sportlichen Betätigung in den Fluten des Faaker Sees.

Neben unseren gewählten Sportarten wartete auch ein "völlig ebener" Aufstieg zur Ruine Finkenstein auf uns. Es zeigte sich aber, dass die Mühen nicht umsonst waren, denn uns bot sich ein wunderbarer Ausblick auf die ganze Umgebung, bis hin zu den Flüssen, wo sich die Kajaker abmühten oder auch nicht. Damit aber noch nicht genug, auch noch eine Rundfahrt um den See mussten wir mit dem Rad absolvieren. Diese Woche entpuppte sich für uns als wahrlich sportintensiv. Es ergaben sich aber auch Lichtblicke, denn der Besuch des Warmbades Villach (besonders die Whirlpools) entspannte unsere Muskeln nach den Anstrengungen der letzten Tage.

Die Abende verbrachten wir entweder im Garten, Basketball, Tischtennis oder Fußball spielend (bzw. manche schauten sich Fußballspiele im Fernsehen an), im Ort im berühmt-berüchtigten "Schinackl" oder einfach zusammen mit unseren Schulkollegen in einem der Zimmer.

Die Küche des Hauses war eigentlich sehr gut, auch wenn andere, voreingenommen von vorigen Sportwochen, das Gegenteil behaupteten. Herr Piovesan zeigte sich sehr interessiert an allen etwaigen Mängeln des Hauses und nervte damit die Schülerin S. (vollständiger Name den Verfassern bekannt) mit Fragen, was uns denn nicht passe. Aber trotz allem überlebten alle diese unvergessliche Woche, die wir mit der Heimreise am Samstag beendeten. Freudig holten uns unsere Eltern wieder vom Bahnhof ab, und auch wir waren froh, wieder zu Hause zu sein.

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