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Datum: 17.10.2017

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»Wir leben nicht mehr nur in einer analogen Welt!«

Dir. Mag. Roland Senk

In Kooperation mit der Kirchlich-Pädagogischen Hochschule Wien/Krems und der Donau-Universität Krems lud die WALDVIERTEL AKADEMIE am 10. Oktober 2017 zum Vortrag «Das digitale Zeitalter ist zu Ende. Der Mensch übernimmt wieder das Kommando« in das BG/BRG Waidhofen an der Thaya. Das Interesse an den Ausführungen von Golli Marboe war dabei sehr groß.

Golli Marboe, selbst Journalist und Medienexperte, der den Verein zur Förderung eines selbstbestimmenden Umgangs mit Medien gegründet hat und leitet, verstand es dann einen kurzweiligen Überblick über ein sehr umfangreiches Thema zu geben. «Ich bin mit Medien aufgewachsen und habe deshalb keine Angst davor, ich freue mich, dass Service dieser Medien nützen zu können.”, so Marboe eingangs, «Wir brauchen aber auch das Handwerkszeug für diese vierte Kulturtechnik. Der selbstbestimmte Umgang mit Medien muss im Unterricht verankert werden.«

Auch mit den Jugendlichen sollte auf Augenhöhe kommuniziert und umgegangen werden. Dabei warnte Marboe aber davor, sich an Jugendliche anzubiedern. Auch die Angst vor »Social Media und Co.« relativierte er: «Medien sind technische Geräte, die nicht böse und nicht gut sind. Jeder bestimmt selbst, welche Inhalte er in diese Medien stellt und wie oft er diese Medien benützt. Medienkonsum ist integraler Bestandteil unseres Alltags. Wir leben nicht mehr nur in einer analogen Welt und man kann diese beiden Welten auch nicht voneinander trennen.«

Für eine Unsitte hält Marboe auch die Benutzung von Nicknames in sozialen Medien. «Das muss beseitigt werden. Nicknames sind kontraproduktiv und ein großes Problem, weil dadurch die Hemmschwelle, andere zu beschimpfen und tief zu verletzen sinkt.«

Bildung, Medien und Demokratie sind für Marboe ein «schöner und wichtiger Dreiklang”, weshalb auch journalistische Tugenden im Unterricht verankert werden sollten. Marboe zeigte daher ein paar einfache Kriterien, wie man schlechte Artikel und Meldungen in Zeitungen und digitalen Medien erkennen kann. Diese Kompetenz zu lernen, gehört auch zu den Aufgaben der schulischen Bildung.

In einer anregenden und spannenden Diskussion verlieh Marboe seinen Ausführungen und Forderungen noch einmal Nachdruck: «Wir müssen den Umgang mit Medien bereits in den Schulen lernen!« Äußerst erfreut über die bunte Mischung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer – Schüler und Jugendliche, Eltern und Lehrer sowie Bürgerinnen und Bürger aus der Region – zeigte sich auch WALDVIERTEL AKADEMIE-Vorsitzender Ernst Wurz, der betonte: «Seriöse Information ist dann möglich, wenn Quellen hinterfragt werden können und der verantwortungsvolle Umgang mit Medien früh gelernt wird.«

Dass dieser informative Vortrag großen Zuspruch gefunden hat, freute auch Dir. Roland Senk, der auf die Dringlichkeit dieses Themas verwies, weil manche junge Menschen sogar eine Abhängigkeit von den sozialen Medien aufweisen. Verantwortungsvoll und selbstbestimmt mit Meiden umzugehen, ist daher ein Ziel für jede eigenständige Persönlichkeit.

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