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Datum: 23.05.2009

ID: 288

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Geografie und Wirtschaftskunde

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»Europatag« in unserem Gymnasium

OStR Mag. Dr. Harald Hitz

Prominenten Besuch gab es für die sechsten und siebenten Klassen unseres Gymnasiums anlässlich des »Europatages« und der bevorstehenden Wahlen zum Europäischen Parlament am 4. Mai 2009. Schließlich sind die Schüler und Schülerinnen dieser Schulstufen für diese Wahlen fast vollzählig wahlberechtigt.

Referent war Dr. Thomas Kramler, ehemaliger Maturant unserer Schule (Maturajahrgang 1990). Er ist seit dem Jahr 2004 hochrangiger Beamter in der Generaldirektion der Wettbewerbskommission der Europäischen Union in Brüssel. Er stellte zunächst wichtige Institutionen der EU vor und erläuterte deren Aufgaben. Er schilderte auch seinen Arbeitsalltag in einem Gremium, in dem er als einziger Österreicher mit schwedischen, polnischen, französischen und rumänischen Kollegen zusammen arbeitet. Arbeitssprache ist daher Englisch.

Sodann ging Dr. Kramler auf sein engeres Aufgabengebiet in der Wettbewerbskommission ein und erläuterte an praktischen Beispielen seine Tätigkeitsbereiche. So war er federführend im Prozess der EU gegen die bekannte USA-Firma Microsoft; in diesem Prozess, der noch nicht völlig beendet ist, stehen 12 EU-Juristen 120 Microsoft-Juristen gegenüber. Am Beispiel der Handy-Roaming-Tarife zeigte er auf, wie auch die österreichischen Jugendlichen von EU-Entscheidungen profitieren können.

In der permanent stattfindenden Diskussion musste Dr. Kramler unzählige Fragen beantworten, die sich von einer Berufskarriere in der EU bis zum Umfang der dort verlangten Sprachkompetenz bezogen. Auf eine Frage des Referenten, wie viele Schüler und Schülerinnen an den Wahlen zum Europäischen Parlament am 5. Juni 2009 teilnehmen werden, gab es eine fast hundertprozentige Zustimmung für eine Wahlteilnahme.

Der gelungene Vortrag zeigte wieder einmal auf, dass Informationen über die EU durch konkrete Persönlichkeiten bei den Zuhörer/-innen große Bereitschaft auslösen, sich mit diversen EU-Problemen zu beschäftigen und das Feld nicht unbedingt kleinformatigen Medien überlassen werden muss.

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