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Datum: 15.05.2008

ID: 258

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Physik

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Matthias Kühtreiber erhält Förderpreis an der Universität Graz

OStR Mag. Franz Schneider

Im Rahmen eines Festaktes an der Karl Franzens Universität Graz wurde am 10. Mai 2008 der Student Matthias Kühtreiber von der Österreichischen Gesellschaft für Astronomie und Astrophysik (ÖGAA) für seine Fachbereichsarbeit »Der Dopplereffekt in der Astronomie« ausgezeichnet. Der ehemalige Maturant des Bundesrealgymnasiums Waidhofen errang unter Betreuung seines Physikprofessors Mag. Franz Schneider österreichweit den 2. Platz des Förderpreises der ÖGAA.

Univ. Prof. Dr. Arnold Hanslmeier als Vorstand des astronomischen Institutes der Uni Graz und Vizepräsident der ÖGAA begrüßte als Gastgeber die Preisträger sowie den Vizerektor der Uni Graz Univ. Prof. Dr. Martin Polaschek, den Dekan der naturwissenschaftlichen Fakultät Univ. Prof. Dr. Helmut Gutenberger, den Vorstand des Institutes für Physik Univ. Prof. Dr. Reinhart Alkhofer und Prof. Dr. Erich Reichel als Landesfachkoordinator für Physik an den AHS Steiermark. In ihrer Laudatio stellten Prof. Hanslmeier und Prof. Gutenberg ihren persönlichen Zugang zur Physik dar und zeigten dem Auditorium, wie spannend und überraschend Physik und Astronomie sein können.

Sie wurden als Wissenschaften der Extreme vorgestellt – wie etwa Beobachtungen extrem heißer oder kalter Temperaturen. Astronomen sind passive Beobachter des Universums. Nur einem Bruchteil der Objekte ist sichtbar und erforscht. Unerforschte Kräfte, Sterne und Strukturen warten auf Entdeckung. Es ist das Ziel jeder Wissenschaft, diese Ergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Um moderne Wissenschaft zu betreiben, ist interdisziplinäres Wissen von hoher Bedeutung. Auf diesen fächerübergreifenden Aspekt gingen Prof. Alkhofer und Prof. Reichel in ihrer Rede ein. Es muss und soll schon in den höheren Schulen darauf eingegangen werden. Interessierte Schüler sollen mit den Anforderungen an eine Fachbereichsarbeit dazu animiert werden, sich selbstständig in ein Thema zu vertiefen und eine fundierte Arbeit darüber zu verfassen.

Die Trägerin des ersten Preises, die Salzburgerin Anna Gann wählte das Thema » Der Chiemgaukomet« und verknüpfte damit Physik und Geschichte in Ihrer Arbeit.

Matthias Kühtreiber mit seinem Thema »Der Dopplereffekt in der Astronomie« ging zuerst auf die Relativitätstheorie ein und leitete daraus zum Dopplereffekt über. Er zeigt in seiner Arbeit wie wichtig der Dopplereffekt mit seiner rot-blau Verschiebung für die Erforschung des Universums ist. Prof. Schneider war ihm dabei eine große Hilfe und Stütze. Erste praktische Erfahrungen konnte Matthias Kühtreiber am Teleskop der Waldviertler Astronomischen Gesellschaft in Höhenberg bei Gmünd sammeln. Nur wenige kennen diese Sternwarte, die jedermann zu einer Reise durch unsere Galaxis einlädt.

Die Trägerin des dritten Preises, Karin Dissauer (Stmk) beschäftigt sich mit der Sonne und den nicht nur klimatischen Auswirkungen auf unserer Erde.

Anschließend lud man zu einer Sonnenbeobachtung in den Kuppelturm des astronomischen Institutes. Auf historischem Instrument konnten die Festgäste einen Eindruck über die wissenschaftlichen Beobachtungsmethoden gewinnen und natürlich selbst Beobachtungen der Sonne durchführen.

Beim anschließenden »Small Talk« diskutierten Preisträger und Professoren über astronomische Themen. Der wichtigste, wenn auch nicht ganz ernst gemeinte Tipp des Wissenschaftlers Hanslmeier gegen drohende Meteoriteneinschläge: »Mit ordentlich Rotwein eindecken«. Somit konnte an diesem Abend zumindest die Theorie der trockenen Wissenschaft eindeutig widerlegt werden.

Bild 1: Univ. Prof. Dr. Hanslmeier, Anna Gann, Matthias Kühtreiber, Karin Dissauer
Bild 2: Preisüberreichung durch Mag. Bernhard Wagner (Leiter der Arbeitsgruppe Schulen – Fachbereichsarbeitswettbewerb der ÖGAA) an Matthias Kühtreiber
Bild3: Matthias Kühtreiber beim Beobachten der Sonne

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